GfK iForge: Eine Online-Plattform für organisations- und standortübergreifende Software-Entwicklungsprojekte

Der Auftraggeber

GfK SE

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gehört mit über 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu den weltweit größten Marktforschungsunternehmen und ist in mehr als 100 Ländern vertreten.

Die GfK-Division Integrated Software Solutions (ISS) versteht sich als interner Dienstleister für innovative Softwareentwicklung und Beratung auf dem Gebiet des Anforderungsmanagements. Auf diese Expertise greifen die Geschäftsgebiete der GfK gerne zurück, die sich mit den unterschiedlichsten Aspekten der Marktforschung beschäftigen und dafür individuell entwickelte IT-Lösungen benötigen.

Das Projekt

In den vergangenen Jahren hat sich Software als das Zukunftsthema für die Marktforschung herauskristallisiert. Die Anzahl der Konsumenten, die das Web 2.0, Social Media und Online-Dienste auch auf ihren Mobilgeräten nutzen, wächst rasant, und ein Ende ist nicht abzusehen. Neben den herkömmlichen Verfahren der Marktforschung werden neue Instrumente für die Analyse von "elektronischen Spuren" im Internet benötigt, um Prognosen über das Konsumverhalten der kaufkräftigen Zielgruppen von heute und morgen aufzustellen.

Dies führte dazu, dass innerhalb des global aufgestellten Markforschungsunternehmens GfK zeitgleich in unterschiedlichen Niederlassungen aus mehreren Ländern Lösungen für vergleichbare Problemstellungen erarbeitet wurden. Um das verstreute Know-how und das verteilte Engagement für gemeinsame Ziele zu bündeln, bietet sich ein Online-Portal nach dem Vorbild der Software Forges aus der Open-Source-Welt geradezu an. Auf Basis der flexiblen Projektmangement-Suite Redmine wurde eine Inner-Source-Softwareplattform in Betrieb genommen, die vielfältige Möglichkeiten für die Zusammenarbeit verteilter Projektteams bietet. Zentraler Bestandteil ist ein frei konfigurierbares Ticketing-System, mit dem z. B. Anforderungen, Fehlermeldungen, Testfälle oder Support-Anfragen verwaltet werden können. Die Projektplanung erfolgt durch die Definition sog. Versionen, denen Arbeitspakete zugeordnet werden. Wikis, Diskussionsforen, News und Adapter für gängige Versionsverwaltungssysteme gehören ebenso zum Funktionsumfang wie anpassbare Team-, Rollen- und Rechtekonzepte. Die Workflows können pro Rolle und für jede Ticketausprägung beliebig modelliert werden. Weitere Module, beispielsweise die Anbindung an einen Continuous Integration Server, können über eine Plug-in-Schnittstelle integriert werden.

Unsere Aufgaben

Die develop group recherchierte zunächst nach frei verfügbaren, praxiserprobten Lösungen für Projektportale. Im Rahmen einer Evaluation der aussichtsreichsten Kandidaten wurde deren Funktionsumfang kommerziellen Produkten und Hosting-Angeboten gegenübergestellt. Nachdem die Entscheidung des Managements auf die von uns favorisierte Projektmanagement-Suite Redmine gefallen war, wurde anschließend eine Installation für den Einsatz als Inner-Source-Softwareplattform konfiguriert. Zusammen mit einem Team von Administratoren wurden Fragestellungen zu den Themen Sicherheit, Backup und Recovery, Installation, Upgrades u.v.m. erörtert. Auch beim Aufsetzen eines umfangreichen Pilotprojekts, in dem die Tragfähigkeit der Lösung untersucht werden sollte, war die develop group maßgeblich beteiligt.

Das technische Projektumfeld

  • Entwicklungsumgebung: NetBeans IDE, Apache Subversion
  • Verwendete Technologien: Ruby, Ruby on Rails
  • Zielumgebung: Linux, Redmine, Apache HTTP Server, MySQL

Das Ergebnis

Nach Abschluss des Tailoring von Redmine wurde iForge als Inner-Source-Softwareplattform der GfK im Internet produktiv gestellt. In einer ausgedehnten "Proof-of-Concept"-Phase wurde anhand eines umfangreichen Pilotprojekts mit internationaler Beteiligung die Alltagstauglichkeit der Open-Source-Plattform zur Unterstützung eines umfassenden Application Lifecycle Management Process (ALM) untersucht.

Diesen Projektbericht können Sie hier herunterladen: Initiates file downloadDownload PDF

Ihr Projekt-Ansprechpartner

Mail to Edgar DehmEdgar Dehm
Bereich Business Applications