ESOA@Energy: Eine verteilte, serviceorientierte Plattform für Enterprise Applications

Der Auftraggeber

Siemens AG,
Division Energy Management

Die Division Energy Management der Siemens AG ist einer der global führenden Anbieter von Produkten, Lösungen und Dienstleistungen im Bereich der Verteilung elektrischer Energie. Systeme für die Niederspannungs- und Verteilnetzebene, Smart-Grid- und Energieautomatisierungslösungen gehören ebenso zu ihrem Portfolio wie Lösungen für die Stromversorgung von Industrieanlagen und Hochspannungsübertragungssysteme. Mit langfristigen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten stellt sich die Division den Herausforderungen moderner Stromversorgungsnetze und konzipiert intelligente Lösungen für die verlustarme Übertragung großer Mengen elektrischer Energie über weite Strecken und für den Ausgleich schwankender Energiemengen aus erneuerbaren Quellen.

Das Projekt

Bei Siemens Energy Management wurde unter dem Namen ESOA@Energy ein Baukasten zur Entwicklung von JEE-Applikationen für eine verteilte, serviceorientierte Systemlandschaft geschaffen. Die einzelnen Applikationen bieten den Endanwendern mit Rich-Client-Oberflächen komfortable Unterstützung bei der Abwicklung von komplexen Geschäftsprozessen. Eine der Applikationen bietet beispielsweise ein Genehmigungsverfahren, mit dem Entscheidungen zu Kostenänderungen getroffen, in einem SAP-System gebucht und später lückenlos nachvollzogen werden können.

Jede Applikation wird in einer dedizierten Serverinstanz installiert und verfügt über ein applikationsspezifisches Datenbankschema. Untereinander tauschen die Anwendungen der ESOA@Energy-Plattform ihre Daten über Webservices aus. Beispielsweise können in einer List of Values Details aus einem Produktkatalog präsentiert werden, die von einem Webservice in einer anderen Applikation bereitgestellt werden. Intelligente Caching-Strategien verhindern lange Wartezeiten für den Endanwender.

Darüber hinaus existiert eine Vielzahl von Schnittstellen zu einer stetig wachsenden Anzahl von Fremdsystemen (SAP-Systeme, Legacy-Datenbanken, Excel-Listen und Fremdapplikationen) in den weltweit verteilten Standorten der Siemens AG. Automatisch gesteuerte Batch-Jobs sorgen im Hintergrund für den Datenabgleich der beteiligten Systeme und stellen die Datenintegrität sicher.

Während der Anforderungsdefinitionsphase wird in Zusammenarbeit mit den Auftraggebern ein fachliches Metamodell als Grundlage für sogenannte Business Object Types (BOTs) erarbeitet. Zusammen mit detaillierten Spezifikationen und einem GUI-Prototypen werden diese Vorgaben dem Entwicklungsteam übergeben. Mit Hilfe eines Codegenerators werden aus einem um technische Aspekte angereicherten EMF-Metamodell einzelne Aspekte für jede Anwendung generiert. Hierzu zählt unter anderem eine auf Enterprise Java Beans basierende Persistenzschicht inklusive der dafür benötigten Schemadefinition für die Datenbank.

Unsere Aufgaben

Die develop group war an der Realisierung verschiedener Applikationen der ESOA@Energy-Plattform beteiligt. Im Rahmen des an SCRUM angelehnten Entwicklungsprozesses gehörten Aufwandsabschätzungen für eine im zwei-Wochen-Rhythmus getaktete Sprintplanung und die Klärung offener Punkte mit den Endkunden ebenso zu den erbrachten Dienstleistungen wie vielfältige Implementierungsarbeiten: darunter u.a. die Entwicklung von Rich-Client-Oberflächen mit JSF und RichFaces, die Umsetzung der spezifizierten Business Logic, die Realisierung von Schnittstellen zu Fremdsystemen und Unit-Tests sowie die Integration von JasperReports als Standard-Reporting-Framework in die vorgegebene Systemlandschaft.

Das technische Projektumfeld

  • Datenbanken: Oracle (Produktivumgebung), HyperSQL (a.k.a. HSQLDB, Umbegung für Unit-Tests)
  • Application Server: Oracle GlassFish
  • Entwicklungsumgebung: Eclipse, Apache Subversion, Hudson, SQL Developer, soapUI, Apache Maven
  • Softwaretechnologien: Java EE, EJB, CDI, JPA, EclipseLink, EMF für Codegenerierung, JSF, JBoss RichFaces, Ajax, Webservices mit JAX-WS, JasperReports, JUnit, Arquillian testing platform, Apache POI, XML, XHTML, SQL, CSS

Das Ergebnis

Die develop group unterstützte in unterschiedlich zusammengesetzten Teams die Entwicklung verschiedener Applikationen auf der Plattform. Die überzeugende Qualität der Arbeitsergebnisse führte dazu, dass den Mitarbeitern der develop group bald die eigenverantwortliche Spezifikation, das Design und die Integration neuer Anwendungen übertragen wurde.

Das Team der develop group trug mit der erfolgreichen Entwicklung mehrerer Applikationen dazu bei, das Funktions- und Servicespektrum der ESOA-Plattform kontinuierlich auszubauen.

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Ihr Projekt-Ansprechpartner

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Bereich Business Applications