Automatisierte Erstellung
der AUTOSAR-Standards
Umfang
> 12 Personenjahre / seit 2022
Methodik
iterative Releasetrains
Technologien und Werkzeuge
Linux, Java, Ruby, Eclipse, UML, Enterprise
Architect, LaTeX, Jenkins, AUTOSAR Classic und
Adaptive Platform, AUTOSAR-XML
AUTOSAR ist ein weltweit verteiltes Konsortium, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Infrastruktur für Software in Fahrzeugen zu standardisieren. Konsortialpartner sind neben den großen Fahrzeugherstellern wie BMW, Mercedes-Benz, Volkswagen, General Motors und Stellantis auch die großen Zulieferer wie Bosch, Continental oder ZF und ca. 350 weitere Unternehmen aus der internationalen Automobilindustrie. Der AUTOSAR-Standard ist weltweit etabliert und aktuell in zwei unterschiedlichen Ausprägungen verfügbar, der Classic Platform und der Adaptive Platform.
Zur Dokumentation und Erstellung der Standards kommen diverse Software-Entwicklungsmethoden und -technologien sowie Softwarewerkzeuge zum Einsatz, die eine automatisierte Generierung der umfangreichen und komplexen Standarddokumente ermöglichen. Aufgrund der ständigen Weiterentwicklung des Standards müssen auch die eingesetzten Werkzeugketten für den Erstellungsprozess kontinuierlich angepasst und modifiziert werden.
Im Rahmen eines langfristig angelegten Dienstleistungsauftrags wurde der develop group die Gesamtverantwortung für den Erstellungsprozess (Build-Prozess) der AUTOSAR-Standards und für die dazu erforderliche Tool-Landschaft übertragen. Darüber hinaus übernimmt die develop group auch die UML-basierte Modellierung aller Basis-Softwareschnittstellen der AUTOSAR Classic Platform.
- Konfiguration, kontinuierliche Weiterentwicklung und Betrieb einer komplexen Tool-Landschaft zur automatisierten Erstellung der AUTOSAR-Standards (Umfang: mehr als 30.000 Seiten je Standard-Ausprägung)
- Entwicklung und Pflege eigener Autorenwerkzeuge für die in UML modellierten Anwendungsschnittstellen der Standards
- Modellierung der Basis-Softwareschnittstellen für die AUTOSAR Classic Platform
- langjährige Erfahrung in der Konzeption und Modellierung komplexer Softwarearchitekturen sowie automatisierter Werkzeugketten für die modellbasierte Entwicklung
- Experten-Know-how über die AUTOSAR-Plattformen, deren XML-Austauschformate und die eingesetzten Werkzeugketten zur Dokumentengenerierung
- langjährige Kenntnis der AUTOSAR-Organisation und -Prozesse
- Expertenwissen in UML-Modellierung
- großes und weltweit verteiltes Expertenteam (> 300 Experten)
- heterogenes Technologieverständnis der verschiedenen Experten
- ständig neue Anforderungen an den Standard
- Konsensfindung bei volatilen und teils widersprüchlichen Anforderungen der Experten
- aktive Identifikation und Definition von Anforderungen an die aktuell eingesetzten und künftig erforderlichen Toolketten
- kontinuierliches Refactoring der übernommenen Code-Basis, mit dem Ziel, ein robustes, flexibles und skalierbares Software-Tooling zu schaffen
- Installation, Konfiguration und Betrieb zukunftssicherer, automatisierter Buildstrecken zur Erzeugung der AUTOSAR-Standarddokumentationen
- kontinuierliche Anpassung sämtlicher eingesetzter Software-Tools an neue Anforderungen
- kontinuierliche Pflege der individuell erstellten Authoring-Tools für die standardisierten AUTOSAR-Anwendungsschnittstellen
- Modellierung der Basis-Softwareschnittstellen für die AUTOSAR Classic Platform in UML gemäß Schnittstellendefinition der jeweiligen Experten
- Moderation von Expertengremien und Unterstützung der Experten bei der Konsensfindung im Falle von widersprüchlichen Anforderungen
- Durchführung von regelmäßigen Qualitätskontrollen der generierten AUTOSAR-Spezifikationen
Ihr Projekt-Ansprechpartner
Weitere Informationen zum Thema AUTOSAR finden Sie hier und unter der Rubrik News & Events auf der AUTOSAR-Webseite. Dort ist eine ausführliche Broschüre in zwei Varianten verfügbar – online zum Blättern oder als PDF zum Download (60 MB). Der Beitrag der develop group befindet sich auf Seite 157: „Taking AUTOSAR's Organization to the Next Level“ und die Tätigkeit der develop group für die AUTOSAR Support Functions ist auf den Seiten 24–27 beschrieben.