Modellierung und Optimierung der Softwarearchitektur
für die AUTOSAR Adaptive Platform

Branche
     Automotive
Umfang/Laufzeit
     > 5 Personenjahre / seit 2018
Methodik
     iteratives V-Modell, klassisches Projektmanagement
Technologien und Werkzeuge
     UML, Enterprise Architect, LaTeX, C++,
     POSIX, AUTOSAR Adaptive Platform

Das Projekt

AUTOSAR ist ein weltweit verteiltes Konsortium, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Infrastruktur für Software in Fahrzeugen zu standardisieren. Konsortialpartner sind neben den großen Fahrzeugherstellern wie BMW, Mercedes-Benz, Volkswagen, General Motors und Stellantis auch die großen Zulieferer wie Bosch, Continental oder ZF und ca. 350 weitere Unternehmen aus der internationalen Automobilindustrie.

Der AUTOSAR-Standard ist weltweit etabliert und aktuell in zwei unterschiedlichen Ausprägungen verfügbar, der Classic Platform und der Adaptive Platform. Die Adaptive Platform ist für den Einsatz in leistungsfähigen Steuergeräten in der Fahrzeugsteuerung und Fahrzeugvernetzung vorgesehen.

Die develop group wurde damit beauftragt, die bis dahin lediglich implizite und informell beschriebene Architektur für die AUTOSAR Adaptive Platform zu modellieren und einheitlich zu dokumentieren. Wo erforderlich, sollte die Architektur optimiert und für neue Anforderungen erweitert und angepasst werden.

Unsere Aufgaben

  • Erarbeitung einer expliziten Softwarearchitektur aus den vorhandenen informellen Dokumentationsartefakten
  • Modellierung, Optimierung und Dokumentation der Softwarearchitektur
  • kontinuierliche Erweiterung und Anpassung der Architektur

Unsere Voraussetzungen

  • langjährige Erfahrung in der Konzeption, Modellierung und Dokumentation komplexer Softwarearchitekturen sowie automatisierter Werkzeugketten für die modellbasierte Entwicklung
  • Experten-Know-how über die AUTOSAR-Plattformen und die AUTOSAR-Entwicklung

Besondere Herausforderungen

  • Fehlen einer explizit modellierten und dokumentierten Architektur für die AUTOSAR Adaptive Platform
  • Rekonstruktion einer Vielzahl impliziter, historisch bedingter und nicht ausreichend dokumentierter Entscheidungen
  • komplexe und schwierige Abstimmungs- und Entscheidungsprozesse im Kontext einer weltweit verteilten, hochgradig parallel
    arbeitenden Organisation
  • eingeschränkte Analysemöglichkeiten hinsichtlich der Auswirkungen von Änderungen
  • hohe Anforderungen an Safety, Security und Qualität der Implementierung des Standards und damit auch der zugrundeliegenden Softwarearchitektur
  • strenge Anforderungen an die Kompatibilität zur AUTOSAR Classic Platform und zu vorherigen Versionen der AUTOSAR Adaptive Platform
  • strikte Einhaltung der Anforderungen zu funktionaler Sicherheit (ISO26262) und diverser Diagnose- und Kommunikationsprotokolle
    (z. B. ISO 14229, SOME/IP, V2X, VSS etc.)

Unsere Lösungsbeiträge

  • Erstanalyse und Auswahl einer geeigneten Modellierungsmethodik auf dem Stand der Technik
  • initiales Reverse Engineering zum Erarbeiten und Modellieren der Architektur
  • ganzheitliche Optimierung und kontinuierliche Erweiterung sowohl der Modellierungs- methodik als auch der Softwarearchitektur unter Berücksichtigung sämtlicher Rand- und Rahmenbedingungen
  • Spezifikation und Implementierung von Erweiterungen der AUTOSAR-Werkzeugkette (z. B. Dokumentengeneratoren) für eine
    weitgehende Automatisierung der Dokumentationserstellung
  • Schulung und Coaching des relevanten Personals innerhalb der AUTOSAR-Organisation zur Nutzung der Modellierungsmethodik

Ihr Projekt-Ansprechpartner

Dr. Martin Jung

Weitere Informationen zum Thema AUTOSAR finden Sie hier und unter der Rubrik News & Events auf der AUTOSAR-Webseite. Dort ist eine ausführliche Broschüre in zwei Varianten verfügbar – online zum Blättern oder als PDF zum Download (60 MB). Der Beitrag der develop group befindet sich auf Seite 157: „Taking AUTOSAR's Organization to the Next Level“ und die Tätigkeit der develop group für die AUTOSAR Support Functions ist auf den Seiten 24–27 beschrieben. 

An den Seitenanfang scrollen